29. August 2019

Familie

Ein Thema, das mich immer stärker beschäftigt: Kann es sein, dass ich noch nicht wirklich verstanden habe was Familie bedeutet? Warum stelle ich mir diese Frage? Weil ich immer wieder über die Gemeinde(familie) nachdenke. Nicht nur über unsere Gemeinde, oft auch ganz allgemein. Was hat sich Gott überlegt als er die Gemeinde erfand? Wie war das in der Zeit, als Apostelgeschichte 2 stattfand. Sind wir als Gemeinde auf dem richtigen Kurs bzgl. Gemeinde? Können wir diese Massstäbe auch heute noch anwenden?
Aktuell habe ich den Gedanken «Beziehungen und Zusammenhalt» zuvorderst. Haben alle die in unsere Gemeinde kommen, Beziehungen, die das Leben spannend und erfüllter machen? Ein Beziehungsnetz das trägt. Beziehungen, die Spannungen aushalten lassen?

Ja, ich glaube und beobachte, dass es bei uns viele Menschen gibt, die diese Beziehungen und in dem Sinne auch ein geistliches Familienleben haben. Ihr Leben funktioniert und ist beziehungsmässig abgedeckt.

Im 1. Johannesbrief 1.7 steht, dass wir, wenn wir im Licht leben, miteinander verbunden sind. Das Wort verbunden (Koinonia) bedeutet eine sehr enge und tiefe Beziehung miteinander haben. Ich denke, dass der Zustand unseres Familienlebens untereinander, ein direktes Abbild unserer Beziehung mit unserem Vater im Himmel ist. Je stärker wir mit Ihm Eins sind und wir «im Licht» leben, desto stärker und tiefer wird unsere Beziehung auf der horizontalen Ebene, sprich untereinander.

Im Kapitel 2, Vers 6 steht, dass wir so leben sollen wie Jesus gelebt hat. Was hat Jesus ausgezeichnet, wie hat er gelebt? Er hat so gelebt, dass die Welt gemerkt hat, dass er anders funktioniert als sie. Er hat sich nicht der Welt gleich gemacht. Er hat sich zum Vater im Himmel gehalten und diese Wertmassstäbe ausgelebt. Er hat Gott mehr gehorcht, als den gesellschaftlichen Normen und Werten. Dadurch hat er die Beziehung zu seinem Vater geschützt und dadurch konnte er gute Beziehungen mit seinen Jüngern leben und die Truppe auch über seinen Tod hinaus zusammenhalten.
Weil Petrus vor der Kreuzigung noch nicht so im Licht lebte wie er es hätte sollen, konnte er die Beziehung zu Jesus nicht schützen und hat ihn verraten. Weil Jesus im Licht lebt, konnte er ihm vergeben und hat ihre Beziehung wiederhergestellt (Joh 21.15)
Wir dürfen im Licht leben, weil Jesus für uns diesen Weg frei gemacht hat. Es ist an uns, die Hilfe des Heiligen Geistes anzunehmen und uns so verändern zu lassen, dass wir mehr und mehr wie Jesus werden. Mehr und mehr wie Jesus sein, wird unsere Beziehungen zueinander verändern. Wir werden jeden Menschen mit Seinen Augen ansehen und die Liebe wird uns ermutigen. Wir werden Gottes Willen tun können, wir werden nicht mehr sündigen, wir werden unsere Brüder und Schwestern lieben.

Etwas steht uns oft im Weg und hindert uns, konsequent in seinem Licht zu leben. Dieses Etwas ist unser Ego. Die ganze Bereitschaft, unser Ich, unsere Wünsche und unsere Bedürfnisse abzulegen. Im Vertrauen darauf, dass er für uns sorgt und unsere Bedürfnisse kennt. Es gilt Seine Massstäbe anzuwenden und nicht unsere. Das braucht Mut und Stärke. Gott hat Josua aufgefordert, das ganze Gesetz zu halten, mutig und stark zu sein. Weder rechts noch links davon abzuweichen. Damit er überall Erfolg hat wohin er auch geht (Jos 1.7). Er verspricht Josua, dass Er selber mit ihm ist, wohin er auch geht – wenn Josua nicht vom Weg abweicht. Deshalb sollen wir im Licht leben, und diesen Weg mutig und stark vorangehen. Er wird mit uns sein und wir werden Erfolg haben. Insbesondere in den Beziehungen und als Familie Gottes.

Kurt Haefeli

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