01. Juli 2020

Dankbar und hungrig

Es war am Nachmittag des diesjährigen Pfingstfestes, wir verbrachten als Familie grad ein Wochenende im Kreise meiner germanischen Schwiegerfamilie. Als ich den heiligen Geist bat, mir für meinen nächsten Blog-Beitrag ein Thema zu highlighten, begann in meiner inneren Jukebox innert Sekunden ein Song anzulaufen: «Here as in Heaven» von Elevation Worship. «Die Atmosphäre ändert sich jetzt, denn der Geist des Herrn ist unter uns» so geht es los und es vergingen mehr als nur ein paar Momente, bis ich realisierte, dass dieser Songtext eigentlich noch ganz gut zur Pfingstthematik passt. 

Aber auch zum langsam abklingenden Corona-Wirbelsturm, der grad über uns und die Welt hinweggefegt ist. Denn die Atmosphäre kann sich jetzt wirklich verändern. Nein, nicht die in der Welt; dafür bräuchte es dann wohl doch einiges mehr als dieses heimtückische Virus. Wem die Perspektive übers Lebensende hinaus fehlt, der wird sein Glück wohl auch in Zukunft primär bei Geld, Konsum und kurzfristigen Vergnügungen suchen. Aber für uns Jesus-Nachfolger hat sich in dieser Zeit ein Momentum für eine Veränderung ergeben. Warum? Weil die vergangenen Corona-Monate ein intensives Übungsfeld dafür waren, sich trotz aller Entbehrungen und Restriktionen in Dankbarkeit zu üben. Zudem wurden wir alle bis zu einem gewissen Mass entschleunigt, was dann auch offenbar machen konnte, wie es unserem Herz geht, wie intensiv wir unsere himmlische Liebesbeziehung leben.    

Bill Johnson, der weise Häuptling vom Stamme Bethel in Redding schreibt in seinem Buch «Berufen zu heilen»: Wenn wir in das übernatürliche Leben eintreten wollen, das uns Jesus aufgetragen hat, gibt es zwei geistliche Grundhaltungen, nach denen wir streben sollten: DANKBARKEIT und HUNGER. Dankbar sein für alles, was unser himmlischer Vater in der Vergangenheit geschenkt hat und worin wir heute leben. Das bringt Freude hervor und definiert gleichzeitig unseren Hunger danach, was Gott künftig noch alles für uns bereit hält. 

«Geist Gottes fall erneut auf uns, wir brauchen deine Gegenwart» heisst es dann im oben erwähnten Lied und anschliessend «Wunder können jetzt geschehn, denn der Geist Gottes ist jetzt hier». In einer Kultur von Dankbarkeit und Hunger, wo der Heilige Geist Raum und Freiheit  vorfindet, werden Wunder zur Normalität. Rollstühle werden verschrottet, Menschen deponieren ihren Lebensrucksack am Kreuz, Feinde versöhnen sich und schlafmützige Christen geraten in Vollbrand. Alles ist möglich, der Heilige Geist ist bereit, die Atmosphäre ändert sich gerade, spürst du es auch?

Marco Büchli

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