13. Mai 2019

Wie der Vater so seine Kinder

Eine zierliche, kleine Frau steht mitten auf der Kreuzung einer Hauptstrasse und lenkt den Verkehr. Selbstsicher winkt sie die Autos durch, hebt dann ihre rechte Hand und bringt durch diese eine kleine Bewegung einen schweren LKW zum stehen. Die Frage ist nicht, wer von beiden stärker ist, sondern wem von beiden die Autorität über den andern gegeben ist. Diese beschriebene Verkehrspolizistin weiss, dass sie körperlich schwächer ist als jedes Auto und sicher auch als ein schwerer Lastwagen. Sie weiss auch, dass ihr die Macht gegeben ist, jedes Fahrzeug zu stoppen, wenn sie den Bedarf dazu sieht. Die Polizistin hat die Vollmacht vom Staat bekommen den Verkehr zu lenken. Ihre Präsenz und ihr Einsatz heben die Verkehrsregelung der Ampeln und der Strassenmarkierungen am Boden auf.

Autorität wird jemandem aufgrund seines Amtes oder seiner Position übergeben. Autorität ist nicht gleichzusetzen mit eigener Kraft oder Stärke, sondern mit der Vollmacht ein Amt auszuführen.
Gott Vater ist alle Macht, Stärke und Autorität. Er übergab Jesus Christus, Gott als Mensch, alle Vollmacht und setzte ihn als rechtmässigen, königlichen Erben ein. Jesus Christus wiederum übergibt seine Autorität jedem, der an ihn glaubt und das Leben von ihm empfangen hat. In der Position als Gottes Kinder ist uns die Autorität übergeben. Nicht weil wir sie besonders verdient, genug gebetet oder gefastet hätten. Nein, weil wir in Christus sind in der Position als Erben. (Epheser 1,22: … und er (Gott Vater) hat alles seinen (Jesus Christus) Füssen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben…)
Die Vollmacht hört nicht beim Kopf auf, sondern der ganze Körper steht in dieser Position, um die Vollmacht auszuüben. In Christus haben wir die Autorität über alle geistlichen Mächte, Gewalten, Fürstentümer und Autoritäten.

«Mir ist gegeben alle Autorität im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin…» (Matthäus 28,18). Die Jünger werden von Jesus autorisiert im selben Auftrag unterwegs zu sein, wie er unterwegs war. Und gleichzeitig sollen sie allen, die glaubend werden, das selbe lehren, wie er sie gelehrt hat.
Spannend, dass das erste Zeichen, welches sichtbar macht, dass ein Glaubender im Auftrag und Autorität von Jesus unterwegs ist, fliehende Dämonen (Markus 15,16–17) sind.
Jesus steht mit seiner ganzen Macht und seinem Wort hinter der Autorität, die er uns gegeben hat.

Es ist unsere Aufgabe, den Feind in die Flucht zu schlagen und dadurch all seine negativen Aktivitäten und seinen tödlichen Einfluss in unserem Leben zu stoppen! Nicht er macht das für uns, sondern er macht das durch uns. Wir in Christus widerstehen dem Teufel. Dann flieht er von uns mit Angst und Schrecken. In folgenden Versen ist ein Aufruf an den Glaubenden, aktiv zu werden, damit der Feind geht. Es heisst in der Bibel nicht; bitte Gott, dass er den Feind des Lebens vertreiben soll… Jakobus, Petrus und Paulus rufen die Gläubigen konkret auf, selber sich der Position bewusst zu werden und die gegebene Autorität zu nutzen, dass die Werke des Feindes gestoppt und zerstört werden.
Jakobus 4,7: So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch…
1. Petrus 5,8–9: Seid nüchtern und wachet! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen könne; dem widersteht fest im Glauben…
Epheser 4,27: Gebet auch nicht Raum dem Teufel!

Sich Gott unterwerfen heisst, dass wir uns ganz unter seine Herrschaft stellen und ihn als höchste Autorität in unserem Leben anerkennen. Sich vor den König der Könige ‚hinwerfen’ und ihn allein anbeten. Liebe und Leidenschaft in der Beziehung mit ihm fliessen lassen. Unser ungeteiltes Herz auf ihn ausrichten und ihn als Kompass unseres Lebens haben. Anbetung positioniert uns, dass der Feind fliehen muss. Beten wir Gott an und widerstehen dem Feind, dann muss er früher oder später fliehen.

Wir neigen oft dazu, unbequeme Dinge gerne jemand anderem zu überlassen. Doch zu wissen wer man in Christus ist und dadurch die Autorität auszuüben, soll an niemand anderen delegiert werden. Selbstverständlich ist es wertvoll und auch weise, Gebetsanliegen mit Freunden zu teilen. Freunde sollen unterstützend beten und ermutigen, sie können aber nicht unseren Job ausführen, den wir selber tun sollen.
Den Feind wegzuweisen, ist auch keine Frage der Salbung oder der Gabe der Unterscheidung. Es ist allein die Tatsache, dass allen glaubenden Kindern Gottes diese Autorität geschenkt ist.

«…die Autorität, die wir über den Teufel haben, können wir uns nicht verdienen. Sie steht uns zu, wie Christus unser Herr ist.»
Kenneth E. Hagin

Die Bibel spricht davon, dass wir angegriffen werden. Der Feind versucht zu rauben, zu zerstören, zu töten und zu unterdrücken wo er nur kann und dies auf geistlicher, seelischer und körperlicher Ebene. Es ist nicht die Frage, «Warum?», die uns weiterbringt, sondern unsere Erkenntnis darüber, wer wir in Christus sind und was uns durch ihn geschenkt wurde.

Erkenne wer du ihn ihm bist und werde aktiv darin, deine geschenkte Vollmacht auszuüben!

Ruth Truttmann

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