28. Januar 2021

Das neue Normal

In unserer weltweiten Herausforderung gegen ein Virus, spricht man immer wieder fragend von einem neuen «Normal», weil unser bisher gekannte Alltag in Zukunft nicht mehr wie früher gelebt werden kann, sondern eine veränderte Lebensweise zum Alltag und dem normalen Leben wird.

Mich bewegt jedoch vielmehr die Frage: Was wäre eigentlich normal in einem Leben als Kind von Gott?

Ich glaube, wir sollen noch weit über das Christenleben hinausgehen, das wir bisher kannten! Wir müssen neu definieren, was «normales» Christ sein bedeutet, damit es wieder mit Gottes Vorstellung von «normal» übereinstimmt. Nicht die Definition, die wir akzeptiert und an die wir uns gewöhnt haben, die Definition, die auf unseren Erfahrungen beruht (oder einem Mangel davon).

Das normale Christenleben beginnt mit der Erkenntnis, dass wir hier sind, um den Willen Gottes auf der Erde zu tun, und das beginnt mit der Erkenntnis, wie es im Himmel ist und was es für eine Freude ist, sich an den dortigen Vorgängen zu beteiligen. «Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden!» (Matthäus 6,10)

Gott hat seinen Willen nicht geheim gehalten; er will, dass die Realität des Himmels in diese zerrissene und abtrünnige Welt eindringt, um sie zu verwandeln, sie unter seine Führung zu bringen. Alles was im Himmel frei agieren kann – Liebe, Freude, Friede, Weisheit, Gesundheit, Vollkommenheit und all die anderen guten Verheissungen, von denen wir in der Bibel lesen – sollten auch hier auf unserem Planeten, bei dir Zuhause, in unserer Gemeinde, in deinem Betrieb und deiner Schule, frei agieren können. Und was dort nicht aktiv sein kann – Krankheit, Leiden, Gebundenheit und Sünde – sollte auch hier nicht aktiv sein, Punkt.

Was passiert, wenn wir dies wirklich zu unserem Auftrag machen?! – Leben werden frei, Körper werden wiederhergestellt, Finsternis verschwindet aus den Gedanken der Menschen, die Herrschaft des Feindes wird auf jede erdenkliche Weise zurückgedrängt. Unternehmen entwickeln sich gesund, Beziehungen blühen wieder auf, Menschen ergreifen wieder die Berufung und Zielrichtung für ihr Leben, Gemeinden wachsen und erleben, wie sich das Reich Gottes in ihnen und durch sie entfaltet.

Die Kraft des Reiches Gottes steht uns auf eine Weise zur Verfügung. wie wir sie noch nicht erlebt haben. Die aussergewöhnlichsten Dinge geschehen mit einer solchen Regelmässigkeit, dass man glauben könnte, man befinde sich inmitten einer guten Heldengeschichte. Doch das ist kein erfundener Lebensstil, es ist der Lebensstil, für den wir geschaffen sind!

Paulus hat es so ausgedrückt:

Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen (oder: beweisen) könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
(Römer 12,2)

Wie viele Gedanken machst du dir darüber, dass es eine deiner Aufgaben hier auf der Erde ist, den Willen Gottes zu demonstrieren? Und das zu deinem alltäglichen Handeln und deinen Gewohnheiten werden soll?

Wir sind nicht nur Menschen, die die richtigen Dinge über Gott glauben, sondern Menschen, die den Willen Gottes sichtbar machen, ihn widerspiegeln, damit andere begreifen: «Ah, so ist Gott also.»

Tätige Liebe, Heilung, Befreiung und Wiederherstellung bewirken viel mehr als nur eine Lösung des entsprechenden Problems; sie geben den Menschen eine greifbare Demonstration, wie Gott wirklich ist.

Die einzige Möglichkeit, wie man die Werke des Reiches Gottes dauerhaft tun kann, ist, dass man die Realität aus Gottes Perspektive sieht. Diese Perspektive bekommt man, wenn man kontinuierlich die Bibel liest und studiert und innige Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist pflegt. Das meint die Bibel, wenn sie über die Erneuerung des Denkens spricht – ein neues Normal in unserem Denken! – Das führt zu einem neuen Normal in unserem Handeln und Erleben. Und so finden die Realitäten des Himmels ihren Weg in unsere Welt und was bei den Menschen nicht möglich war, ist durch Gott möglich!

Du kannst dich heute für das neue Normal entscheiden – herzlich willkommen!

Matthias Truttmann

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