02. September 2020

Was ist dieses «Etwas»?

Ganz am Schluss meiner ausgedehnten und wunderbaren Sommerferien schreibe ich dieses Editorial. Morgen geht es offiziell wieder los und es stehen einige wichtige und herausfordernde Themen an. Es geht – wie so oft nach den Sommerferien – Schlag auf Schlag los mit dem Alltag. Ich freue mich darauf und bin jetzt schon sehr gespannt, was in ein paar Wochen sein wird und wenn dieses FCG-Life gedruckt ist, können einige dieser Fragen bereits beantwortet werden: Wie ist die GV verlaufen? Wie entwickeln sich die Besucherzahlen der Gottesdienste? Wie können wir Gemeinde leben all inmitten den Einschränkungen, die wirhaben? Wie erfolgreich werden wir mit unserer Einsprache bzgl. der abgelehnten Kurzarbeitsentschädigung sein?

Es gibt aber eine andere, wichtigere Frage die mich seit vielen Wochen und wenn ich mir das genau überlege, eigentlich seit ich Christ bin, beschäftigt und umtreibt: Wie können wir als Gemeinde diese Welt verändern? Wie können wir als Gemeinde den Unterschied ausmachen? Wie können wir als Gemeinde als «systemrelevant» wahrgenommen werden?Braucht es mehr Apostel? Braucht es eine stärkere apostolische Ausrichtung? Braucht es mehr Zeichen und Wunder? Braucht es mehr Liebe? Alle diese Fragen müssen mit einem klaren «Ja» beantwortet werden. Ja, wir brauchen mehr von diesen Auswirkungen. Das Resultat dieser Auswirkungen wird uns jedoch nicht zu einer Gemeinde machen, die derjenigen gleicht, wie sie in der Apostelgeschichte 2 beschrieben wird. Denn diese Dinge sind oft Resultate von «Etwas». Was ist dieses «Etwas»? Jesus in dir und Jesus in mir! In den meisten Christen die ich kenne, inklusive demjenigen den ich am besten kenne, hat Jesus noch nicht den Platz, den er gerne haben möchte. Er möchte diesen Platz, weil er uns komplett in sein Ebenbild transformieren möchte. Er möchte, dass wir mehr und mehr denken, wie er denkt, handeln wie er handelt, beurteilen wie er beurteilt.

In einem Buch, das ich aktuell lese, fragt der Autor provokativ: Wo machen wir Christen einen Unterschied in dieser Welt? Ja, wie können wir so leben, damit jeder erkennt, dass es Gott gibt? Ich denke mehr und mehr, dass es daran liegt, dass wir Jesus nicht den Platz geben, den er beansprucht und uns nicht so verhalten, wie er sich verhalten würde.

Ich wünsche mir, dass wir uns dieser Herausforderung stellen und Jesus unser Herr sein lassen. Ich bete, dass der Heilige Geist uns das Wollen und das Vollbringen schenkt, den nächsten Schritt mit Jesus zu gehen. In die Richtung die er uns vorgibt. Das wird mich verändern, das wird die Gemeinde verändern und das wird diese Welt verändern.

Heute Morgen hatte ich wie eine Vision. Ich sah, wie es in JEDEM Stadtteil von Aarau EINE Gemeinde gab. Ob es organisatorisch, strukturmässig eine Gemeinde war weiss ich nicht, ich spürte einfach die Einheit. Mehrere Tausend Besucher der Gottesdienste PRO Stadtteil. An einigen Orten mussten zwei Gottesdienste angeboten werden, da die grossen Räume (neue und bekannte Gebäude, die schon bestehen) zu klein waren. Die gefühlten Auswirkungen dieses Zustandes waren: Frieden, Freude, Wohlstand, Wohlergehen.

Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe auf der Erde, wie er im Himmel geschieht. Gib uns heute unser tägliches Brot. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben haben, die an uns schuldig wurden. Und lass uns nicht in Versuchung geraten, sondern errette uns vor dem Bösen.

Kurt Haefeli

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