25. Februar 2021

Ausstrecken nach Gottes Liebe

Unhappy Birthday Corona-Virus
So ungefähr ein Jahr ist es her, dass ein Virus mit Namen COVID19 bei uns in Europa seine Aufwartung gemacht hat. Seither findet das gesellschaftliche Leben mehr oder weniger im Ausnahmezustand statt. Unabhängig davon, ob man die Meinung vertritt, dieses Virus sei zufällig aufgetreten oder jemand hätte dieses Szenario absichtlich herbeigeführt, in einem Punkt – hoffe ich – sind wir uns einig: Diese Entwicklung war nicht Gottes Idee. Im Gegenteil, zwei Komponenten der veränderten Situation tragen eine zutiefst ungöttliche Handschrift.

LIEBE statt ANGST
Seit Beginn der Pandemie hat sich die Fokussierung auf Angst in unserer Gesellschaft nochmals massiv zugespitzt: Ein Krankheitserreger beherrscht alle Nachrichten, Schlagworte wie Ansteckung, Symptome, Krankheitsverlauf oder Infektionszahlen sind allgegenwärtig geworden. Und bei immer neu auftretenden Virusmutationen traut sich kaum noch jemand, ein rosiges Zukunftsbild zu zeichnen. Jedoch, glücklicherweise haben wir Jesus-Nachfolger das Allerheilmittel gegen jede Angst; die Medizin, welche die Welt noch selten so nötig hatte, wie gerade jetzt. Im 1. Johannes 4,18 steht geschrieben: «Wo die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz; Gottes vollkommene Liebe vertreibt jede Angst.»

BEZIEHUNG statt DISTANZ
Im mühseligen Kampf gegen dieses Virus wurde die Hauptstrategie so definiert, dass Begegnungen von Menschen so weit wie möglich eingeschränkt werden sollen. Distanz ist das Zauberwort, Menschen meiden, Abstand halten, Maske tragen, nicht berühren. Dabei steht genau das Thema Beziehung am Ursprung unseres Daseins: Gottes unbändiger Wunsch nach Gemeinschaft mit uns Menschen war der Startschuss für die grösste Liebesgeschichte aller Zeiten. Im Psalm 34,19 lesen wir zum Beispiel: «Nahe ist der HERR denen, die ein gebrochenes Herz haben. Er rettet alle, die ohne Hoffnung sind.» Gottes Herz, seine Leidenschaft für uns wird hier spürbar. Sein Charakter steht für Nähe, Offenheit, Transparenz und Freiheit. 

Lasst uns in dieser Zeit nicht einfach warten und hoffen, bis und dass alles wieder so wird, wie es mal war. Unabhängig von den herrschenden Umständen dürfen wir uns nach Gottes Liebe ausstrecken und eine eingeschüchterte Welt damit beschenken. Der Heilige Geist will uns – glaube ich – neu inspirieren, wie wir – auch in Zeiten der Einschränkung – kreativ Beziehung leben können. Mit Gott und unseren Mitmenschen. Eine zentrale biblische Verheissung gilt übrigens auch für die Corona-Pandemie, Römer 8,28a: «Eines aber wissen wir, alles trägt zum Besten derer bei, die Gott lieben.»

Marco Büchli

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